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Wie wartet man Kräne im heißen Sommer?

10.07.2025

Die hohen Temperaturen im Sommer beeinträchtigen die mechanische Leistungsfähigkeit, die Elektrik und die Hydraulik des Krans erheblich. Eine gute Wartung beugt Geräteausfällen effektiv vor, verlängert die Lebensdauer und gewährleistet die Betriebssicherheit. Im Folgenden sind die Wartungspunkte für Krane bei hohen Sommertemperaturen aufgeführt:

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1. Instandhaltung der mechanischen Struktur und des Getriebesystems
Wichtige Wartungsarbeiten am Schmiersystem
Hohe Temperaturen beschleunigen die Oxidation und Alterung von Schmierölen und -fetten. Daher ist es notwendig, die Ölwechselintervalle gemäß den Vorgaben des Handbuchs zu verkürzen (z. B. kann der übliche Ölwechselintervall von 6 Monaten im Sommer auf 4–5 Monate vorverlegt werden) und ein hochtemperaturbeständiges Schmieröl zu verwenden (z. B. sollte für Getriebeöl eine höhere Viskositätsklasse gewählt werden, um eine unzureichende Schmierung aufgrund des Viskositätsabfalls bei hohen Temperaturen zu vermeiden).
Prüfen Sie, ob alle Schmierstellen (z. B. Lager, Bolzen, Zahnradeingriffe) frei sind, stellen Sie sicher, dass das Schmieröl die Reibungsfläche vollständig bedeckt, und achten Sie besonders auf die Schmierung der Laufschienen des Wagens und des Wagenlaufwerks, um zu verhindern, dass durch trockene Reibung bei hohen Temperaturen der Verschleiß der Bauteile erhöht wird.
Bei im Freien gelagerten Kranen ist es notwendig, Staub und Sand von den Führungsschienen und Ketten zu entfernen, um zu verhindern, dass sich Verunreinigungen mit dem Schmieröl vermischen, „Schleifmittel“ bilden und den Verschleiß der Bauteile beschleunigen.
Verformungs- und Korrosionsschutz von Metallkonstruktionen
Hohe Temperaturen führen zu einem plötzlichen Temperaturanstieg der Metallkonstruktion des Krans (z. B. Hauptträger und Abstützungen). Nach Regen kann es leicht zu thermischen Spannungen durch Ausdehnung und Zusammenziehung kommen, die langfristig zu Schweißnahtrisse führen können. Daher müssen wichtige Schweißnähte (z. B. die Verbindung zwischen Haupt- und Endträger) regelmäßig überprüft und bei Auftreten von Rissen umgehend repariert und mit einem Rostschutz behandelt werden.
Im Sommer ist die Luft feucht, und Metalloberflächen neigen zu Rost. Daher müssen freiliegende Metallteile (wie Haken, Rollen, Bolzen) mit Rostschutzfarbe oder -fett behandelt werden. Besonders Geräte in korrosiven Umgebungen wie Küsten- und Chemieanlagen sollten hier häufiger mit Rostschutzmitteln behandelt werden.
2. Wartung der elektrischen Anlage
Wärmeableitung und Isolationsschutz
Hohe Temperaturen können die Wärmeabfuhr elektrischer Geräte wie Motoren, Steuerungen und Verteilerkästen beeinträchtigen. Daher ist es notwendig, Staub und Öl regelmäßig von den Geräteoberflächen zu entfernen, um freie Lüftungsöffnungen zu gewährleisten (z. B. durch Ausblasen des Motorlüftergehäuses und des Lüftungsgitters des Verteilerkastens mit Druckluft).
Prüfen Sie, ob die Isolierung von Kabeln und Leitungen durch hohe Temperaturen gealtert oder rissig geworden ist. Achten Sie besonders auf die Biegungen von mobilen Kabeln (z. B. Stromversorgungskabel für Fahrwagen und Auslegerkabel). Beschädigte Isolierungen müssen umgehend ausgetauscht werden, um Kurzschlüsse oder Leckagen zu vermeiden.
Bei Kranen, die im Freien eingesetzt werden, kann ein Sonnenschutz außerhalb des Schaltschranks installiert oder nicht benötigte Stromzufuhr unterbrochen werden, wenn die Maschine abgeschaltet wird, um die Erwärmung des Geräts im Leerlauf zu reduzieren.
Inspektion von Motor und Steuerungssystem
Der Motor neigt bei hohen Temperaturen zu Überlastung. Die Temperatur des Motorgehäuses muss daher überprüft werden (normalerweise sollte sie 70–80 °C nicht überschreiten; dies kann mit einem Infrarot-Thermometer gemessen werden). Ist die Temperatur zu hoch, kann dies auf unzureichende Wärmeableitung oder Lagerverschleiß hindeuten. In diesem Fall muss das Lagerspiel überprüft und verschlissene Lager ausgetauscht und mit Hochtemperaturfett versehen werden.
Überprüfen Sie die Kontakte elektrischer Bauteile wie Schütze und Relais. Hohe Temperaturen können leicht zu Oxidation und Verklebung der Kontakte führen. Polieren Sie die Kontakte mit feinem Schleifpapier, um einen guten Kontakt zu gewährleisten. Entfernen Sie gleichzeitig Staub aus dem Schütz, um Lichtbogenstörungen zu vermeiden.
3. Wartung des Hydrauliksystems
Temperaturregelung und Reinigung von Hydrauliköl
Hohe Temperaturen verringern zwar die Viskosität des Hydrauliköls und verbessern dessen Fließfähigkeit, beschleunigen aber gleichzeitig dessen Oxidation, führen zur Bildung von Ablagerungen und Verunreinigungen und verursachen Verschleiß an Hydraulikpumpen, Zylindern und Ventilen. Die Temperatur des Hydrauliköls muss regelmäßig überprüft werden (die normale Betriebstemperatur liegt zwischen 30 und 60 °C; bei über 70 °C muss die Maschine zur Kühlung abgeschaltet werden). Bei häufiger Überhitzung sollte der Kühler auf Verstopfungen überprüft werden.
Um eine effiziente Wärmeableitung zu gewährleisten, sollten Staub, Blütenknospen und andere Ablagerungen von der Oberfläche des Hydraulikölkühlers (z. B. eines Rippenkühlers) entfernt werden. Gegebenenfalls kann ein zusätzlicher Kühlventilator installiert oder Isolierwatte um den Hydrauliköltank gewickelt werden, um die Auswirkungen hoher Umgebungstemperaturen auf das Öl zu reduzieren.
Wechseln Sie das Hydraulikölfilterelement regelmäßig (im Sommer wird ein Wechsel alle 200 Betriebsstunden empfohlen) und prüfen Sie Farbe und Transparenz des Öls. Bei Schwarzfärbung, Emulgierung oder Ablagerungen von Verunreinigungen muss das Hydrauliköl umgehend gewechselt werden, um Verstopfungen im Ölkreislauf oder Beschädigungen der Zylinderinnenwand zu vermeiden.
Dichtungs- und Rohrleitungsinspektion
Hohe Temperaturen beschleunigen die Alterung von Gummidichtungen (wie O-Ringen und Wellendichtringen) in Hydraulikleitungen, wodurch Ölleckagen begünstigt werden. Es ist daher wichtig, die Kolbenstange des Zylinders, die Ein- und Auslassleitungen der Hydraulikpumpe sowie die Verbindungen auf Undichtigkeiten zu prüfen. Sind die Dichtungen ausgehärtet oder rissig, müssen sie umgehend durch hochtemperaturbeständige Dichtungen (z. B. aus Fluorkautschuk, die Temperaturen über 200 °C standhalten) ersetzt werden.
Vermeiden Sie längere direkte Sonneneinstrahlung auf Hydraulikleitungen. Verwenden Sie eine Wärmedämmhülle, um ein Verformen der Rohre oder ein Lösen der Verbindungen durch hohe Temperaturen zu verhindern.
4. Kühlsystem und Reifen (für Reifenkrane)
Wartung des Motorkühlsystems (Automobilkrane, Reifenkrane)
Prüfen Sie den Kühlmittelstand, stellen Sie sicher, dass der Wassertank und der Zusatzwassertank mit Kühlmittel gefüllt sind (verwenden Sie normales Frostschutzmittel, geben Sie kein Leitungswasser direkt hinzu, um Ablagerungen und Verstopfungen des Wassertanks durch hohe Temperaturen zu vermeiden), und prüfen Sie, ob die Kühlwasserleitungen undicht sind und ob die Wasserrohrverbindungen locker sind.
Reinigen Sie die Oberfläche des Wassertanks von Blütenknospen, Staub und anderen Ablagerungen, um eine reibungslose Belüftung des Kühlkörpers zu gewährleisten; überprüfen Sie die Spannung des Keilriemens (die Riemendurchbiegung sollte 10-15 mm betragen), um ein Durchrutschen des Riemens bei hohen Temperaturen zu vermeiden, was zu einer unzureichenden Wärmeabfuhr und einer Überhitzung des Motors führen kann.
Starten Sie den Motor regelmäßig und beobachten Sie, ob die Wassertemperaturanzeige im normalen Bereich (80–90 °C) liegt. Sollte sie häufig 95 °C überschreiten, überprüfen Sie, ob das Thermostat defekt ist und die Wasserpumpe ordnungsgemäß funktioniert. Tauschen Sie gegebenenfalls die defekten Teile aus.
Reifenwartung (Reifenkran)
Hohe Straßentemperaturen erhöhen die Reifentemperatur, wodurch der Reifendruck leicht den zulässigen Grenzwert überschreiten kann. Der Reifendruck muss daher täglich vor Fahrtantritt überprüft werden (siehe Angaben im Handbuch). Im Sommer kann er um 0,1–0,2 bar reduziert werden, um übermäßigen Reifendruck und Reifenplatzer nach Sonneneinstrahlung zu vermeiden.
Vermeiden Sie es, Reifen längere Zeit auf heißem Untergrund (z. B. Asphalt) abzustellen. Holzbretter oder Gummimatten können zur Wärmedämmung verwendet werden. Prüfen Sie regelmäßig, ob sich Fremdkörper wie Steine ​​oder Glas im Reifenprofil befinden, und entfernen Sie diese gegebenenfalls, um ein Aufweichen des Reifengummis durch die hohen Temperaturen und Beschädigungen durch scharfe Gegenstände zu verhindern.
Wenn festgestellt wird, dass das Reifenprofil Risse, Beulen oder Abnutzungsspuren bis zur Warnlinie aufweist, muss es sofort ausgetauscht werden, um Sicherheitsunfälle aufgrund der abnehmenden Reifenfestigkeit bei hohen Temperaturen zu vermeiden.
V. Wartung anderer wichtiger Komponenten
Leistungsgarantie für das Bremssystem
Hohe Temperaturen erschweren die Wärmeabfuhr, wenn der Bremsbelag an der Bremstrommel reibt, und können zu thermischem Bremskraftverlust führen. Daher ist es wichtig, das Bremsspiel regelmäßig zu überprüfen (bei zu großem Spiel rechtzeitig anzupassen), das Öl auf dem Bremsbelag zu entfernen (um ein Abrutschen bei hohen Temperaturen zu vermeiden) und auf ein feinfühliges Bremsverhalten zu achten.
Das hydraulische Bremssystem muss auf Bremsflüssigkeitsstand und -qualität überprüft werden. Bremsflüssigkeit verdampft leicht und kann bei hohen Temperaturen zu Lufteinschlüssen führen. Ist die Bremsflüssigkeit trüb oder enthält sie Blasen, muss sie vollständig ausgetauscht und entleert werden.
Elektrische Komponenten und Steuerungssystem
Das Filterelement der Kabinenklimaanlage muss regelmäßig gereinigt werden, um eine normale Wärmeabfuhr und Belüftung zu gewährleisten und zu vermeiden, dass der Zustand des Fahrers durch eine zu hohe Temperatur im Fahrerraum beeinträchtigt wird; gleichzeitig muss überprüft werden, ob ausreichend Kältemittel in der Klimaanlage vorhanden ist, um ein Versagen der Klimaanlage bei hohen Temperaturen zu verhindern.
Überprüfen Sie die Empfindlichkeit von Endschaltern und Sensoren (z. B. Höhen- und Gewichtsbegrenzern). Hohe Temperaturen können zu Fehlfunktionen elektronischer Bauteile führen; spezielle Messgeräte müssen kalibriert werden, um die ordnungsgemäße Funktion der Sicherheitseinrichtungen zu gewährleisten.
VI. Tägliche Betriebs- und Lagerungshinweise
Vermeiden Sie längere Betriebszeiten bei hohen Temperaturen: Planen Sie den Betrieb möglichst in den kühleren Morgen- und Abendstunden. Bei hohen Temperaturen um die Mittagszeit (z. B. über 35 °C) sollten Sie die Maschine anhalten und abkühlen lassen.
Schutz bei Lagerung im Freien: Kräne, die längere Zeit nicht benutzt werden, müssen unter einem Sonnenschutz abgestellt oder mit einer regendichten Plane abgedeckt werden, um direkte Sonneneinstrahlung und starken Regen zu vermeiden; der Minuspol der Batterie muss abgeklemmt werden, um eine Selbstentladung durch hohe Temperaturen zu verhindern.
Inspektion nach dem Betrieb: Reinigen Sie nach Beendigung des täglichen Betriebs die Oberfläche der Geräte von Öl und Staub, prüfen Sie, ob an den einzelnen Komponenten Anzeichen von Überhitzung oder Leckagen vorliegen, und melden Sie etwaige Probleme umgehend, um zu vermeiden, dass sich kleine Fehler zu großen Problemen auswachsen.
Die wichtigste Aufgabe bei der Kranwartung im Sommer ist die Vermeidung von Überhitzung, Alterung und Überlastung. Durch gezielte Wartung der Schwachstellen jedes Systems lässt sich die Ausfallrate der Geräte wirksam senken und so ein sicherer und effizienter Hebevorgang gewährleisten.